Bewegung mit Funktioneller Elektrostimulation
RehaMove - Bewegungstraining mit Funktioneller Elektrostimulation

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Tel.: +49 391 6107-650
E-Mail: rehamovehasomedde

Erfahrungsberichte

Christiane G. - komplette Querschnittlähmung, Paraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf:
Die Ursache für meinen Absturz war ein Knoten - der aufging statt zu - ich bin beim Klettern abgestürzt. Die Folge war ein harter Aufprall mit der Diagnose einer kompletten Querschnittlähmung ab TH 10. Seit dem hat sich alles in meinem Lebengeändert! Das Verhältnis zwischen Körper und Geist, Leben und Tod. Vieles wird mir bewusster, das Miteinander hat sich verändert, meist zum Guten hin. Trotzdem gibt es viele Hürden im täglichen Leben und viele Grenzen und auch oft zu kleine Welten in vielen Köpfen der Gesellschaft. Manchmal begegnet mir Mitleid. Das ist nicht so gut, weil es mir meine Schwäche oft sehr bewusst macht. Meinen Job mache ich immer noch mit viel Hingabe. Ich bin Grafikdesignerin und kann das, was ich liebe, leben. Ich studiere auch weiterhin an der Uni Potsdam und bin gespannt, was das Leben noch so mit mir vor hat, denn aufgeben ist nicht! Das Wunder Mensch kann vieles, mit Hilfe von Menschen und positiven Energien.

Welche Therapien haben Sie bisher kennengelernt?

Als Therapien lernte ich bisher kennen: die Wassertherapie, die Physiotherapie mit dem Bewegungstraining am MOTOmed sowie das kombinierte Bewegungs- und Krafttraining mit der funktionellen Elektrostimulation am RehaMove. Das RehaMove benutze ich seit Mai 2008 regelmäßig. Die Therapie sieht so aus, dass ich Elektroden auf Ober- und Unterschenkel klebe, ebenso auf den Gluteus. Über die Stromimpulse werden die Muskeln zur Bewegung animiert und ich fahre mit eigener Muskelkraft Rad. So verhindere ich einen Abbau der Muskulatur, die Durchblutung wird angeregt und die Muskelpumpe trainiert. Ich trainiere 3x die Woche für jeweils 1 Stunde.

Wie ist Ihr Eindruck vom RehaMove?
Diese Therapie gibt mir ein gutes Gefühl etwas gegen die Bewegungslosigkeitzu tun. Die Spastiken sind weniger geworden und ich verzeichne beim MOTOmed auch ohne Stimulation Erfolge. Diese äußern sich, indem ich nach meinem RehaMove-Training selbst im ersten Gang für ca. 30 min fahren kann. Das aber erst, seit dem ich regelmäßig mit dem RehaMove trainiere. Es ist unbedingt notwendig, eine solche Therapieform ermöglicht zu bekommen. Ich trainiere gern mit dem RehaMove. Für alle Menschen, die unter Muskelschwund, Querschnitt etc. leiden, ist diese Therapie absolut notwendig und wichtig, um viele Folgeerkrankungen auszuschließen. Eine einmalige Ausgabe der Krankenkasse würde auf Dauer mehr Geld einsparen, wenn einem die Möglichkeit gegeben wird, mit solch einem Gerät zu trainieren. Wenn die Medizin in den kommenden Jahren in der Lage sein wird, bestimmte Krankheiten zu heilen und das Rückenmark wieder regeneriert werden kann, dann sollte man vorbereitet sein und nicht bei null anfangen müssen. Vorbeugung ist ein absolutes Muss!

Alexander S. - inkomplette Querschnittlähmung, Paraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf:
Beim Unfall wurde das Rückenmark soweit verletzt, dass ich seitdem eine inkomplette Querschnittlähmung habe. Direkt nach dem Unfall war es fast wie ein kompletter Querschnitt. Auf der rechten Seite hatte ich nur noch leichte Sensitivität und ein ganz leichtes Muskelzucken, aber mehr auch nicht. In der Klinikwurde eine Versteifung vom 11. Brustwirbel bis zur 2. Lende gemacht. Mittlerweile ist der rechte Oberschenkel wieder so gut intakt, dass ich bei Stehübungen mit Hilfsmittel auf die rechte Seite verzichten kann. Wenn ich am Gehbarren stehe, kann ich die linke Seite entlasten und die Hüfte bewegen. Ich kann nicht lange stehen, da die Muskeln müde werden, aber es funktioniert. Ich kann mich aufrecht halten, da mein Hüftbeuger und Oberschenkel intakt sind. Ebenso kann ich das Knie verriegeln. Im Unterschenkel funktioniert das nicht, sodass ich kein Gleichgewicht halten kann. Da muss ich mich stützen. Der linke Oberschenkel bekommt jetzt auch ganz langsam mehr Muskelzuwachs. Mein Eindruck ist, dass die Therapie in der Reha, mit der Kombination aus dem MOTOmed und der Stimulation, wie eine Initialzündung für meine Muskeln war. Alsob sich der Muskel plötzlich daran erinnert hat: "Ich kann ja alleine treten!" Die Stimulation hat meinen Muskelzuwachs positiv gefördert. Es ist immer schwer zu sagen, welchen Anteil die Stimulation hat. Aber die Kombination aus Bewegungstrainer und Strom hat mir gezeigt, dass sich da wieder was bewegt.

Seit wann trainieren Sie mit RehaMove?
Seit dem Sommer 2011 trainiere ich damit. Im Rahmen meiner stationären Reha habe ich den Bewegungstrainer in einer Klinik in Sachsen-Anhalt kennengelernt. Der Therapeut hat eine Studie zum Thema Muskeln und ihre Auswirkungen gemacht. Da habe ich die Möglichkeit bekommen RehaMove auszuprobieren und regelmäßig zu trainieren.

Wie verlief das Training in der Klinik?
Anfangs war das Training ein Mal in der Woche. Späterwar es dann aufgrund der Studie bis zu fünf Mal in der Woche. Zusammen mit meinem Therapeuten habe ich festgestellt, dass mir das Training gut tut und ich mich damit wohl fühle. Dann kam die Idee einer Verordnung. Bis die Genehmigung des Kostenträgers kam, verging eine Weile. Der Kostenträger erkundigte sich bei mir zu Hause, ob der Bewegungstrainer auch in meine Wohnung passt. Seit Anfang 2012 trainiere ich mit dem RehaMove zu Hause.

Wie trainieren Sie mit dem RehaMove zu Hause?
Anfangs habe ich mit dem RehaMove 2 - 3 Mal in der Woche trainiert. Es hat ein wenig nachgelassen, da ich in der ambulanten Reha zusätzlich Strom bekomme. Ansonsten trainiere ich zwei Mal für jeweils 30 Minuten im Gang null am Bewegungstrainer. Zwischendurch schalte ich dann immer wieder solange einen Gang schwieriger, bis der Muskel diese Stufe nicht mehr schafft. Dann gehtes wieder auf Gang null zurück. Gut ist für mich, dass ich das Training alleine durchführen kann. Ich weiß wo ich die Kabel anbringen muss und kann alleine die Elektroden kleben. Manchmal trainiere ich auch nur mit dem MOTOmed. Vor dem Training lege ich mir immer mein Handy und die Fernbedienung für den Fernseher nebenden Bewegungstrainer und trainiere dann.

Welche persönlichen Ziele haben Sie sich mit dem RehaMove gesetzt?
Ich erhoffe mir, dass mein linker Oberschenkel so wird, wie mein rechter Oberschenkel. Daran muss ich noch arbeiten. Ich möchte meine Rumpfmuskulatur im Rücken und in den seitlichen Bauchmuskeln stärken. Die Kraft brauche ich im Stehen, damit ich nicht nach vorne kippe. Mit dem RehaMove und den zusätzlichen Therapien werde ich das schaffen. Ich habe unangenehme Missempfindungen in meinen Zehen. Sie fühlen sich kalt an, obwohl sie es nicht sind. Das Training gibt mir ein warmes und wohliges Gefühl.

Gab es Komplikationen mit RehaMove?
Das RehaMove ist top. Ich weiß, wie ich den Strom einstelle und kann im Laufe des Trainings den Strom höher stellen. Mein Training kann ich abspeichern und die grafische Anzeige am Stimulator zeigt mir, wo welches Kabel hinkommt. Es ist ratsam, die Klebeflächen auf der Haut zu rasieren. Das verlängert die Klebedauer der Elektroden. Ich tausche die Elektroden auch mal. Wenn die Elektroden nach einiger Zeit nicht mehr so gut kleben, befestige ich sie dort, wo ich drauf sitze.

Wem und für welche Zwecke würden Sie das RehaMove weiterempfehlen?
Auf jeden Fall für die Querschnitt - Patienten. Für mich war es in den Oberschenkeln die Initialzündung.
Bei jedem anderen Querschnitt Patienten kann es auch so sein. Andere Patienten haben mir viel von Spastiken berichtet, die mit dem RehaMove weniger werden. Damit hatte ich noch nie Probleme. Ich denke dafür kann es auch eine gute Lösung sein. Ebenso für Patienten die ihre Muskeln stärken und
Ausdauer steigern wollen.

Cornelia S. - komplette Querschnittlähmung, Paraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf:
Ich wollte es einfach nicht glauben und habe immer trainiert und soweit möglich, mich sportlich betätigt. Ich wollte kein Pflegefall sein und meine ganze Familie hat mich dabei unterstützt, ein "fast" normales Leben zu führen. Drei Kinder haben mich auf Trab gehalten. Mittlerweile sind sie erwachsen und ich kann mehr für mich tun. Gefordert zu werden und sich zu betätigen ist die beste Medizin für Körper und Geist. Inzwischen weiß man, dass Nerven nachwachsen können und unser Körper in der Lage ist, vieles zu reparieren, wenn man ihm ein wenig" auf die Sprünge hilft ".

Wie beurteilen Sie Ihren Therapieverlauf vom RehaMove?
Wichtig für mich ist, dass ich den Kreislauf anregen und die Darmträgheit positiv beeinflussen kann. Gleichzeitig lassen sich meine Knie- und Fußgelenke durchbewegen, die sonst zur Untätigkeit verurteilt sind. Ich hatte ständig kalte Beine und ein hässliches Kältegefühl am ganzen Körper, was auch die Rückenschmerzen verstärkt. Seit dem regelmäßigen Training mit RehaMove fühle ich mich wesentlich besser. Anfang des Jahres habe ich den Antrag auf ein RehaMove bei der Krankenkasse gestellt und seit dem hat sich außer telefonischer Nachfrage meinerseits nichts getan. Das bedauere ich sehr. Hohe Dosen Schmerzmittel bekommt man gleich verschrieben. Ich bewundere den Langmut der Firma HASOMED, die mir das RehaMove über 1 Jahr kostenlos zur Verfügung stellt und seitens der Krankenkasse noch keine Klärung der Kostenübernahme in Sicht ist. Dafür möchte ich ganz herzlich danken. Natürlich wünsche ich mir sehr, das RehaMove zu behalten und durch das Training weitere Fortschritte machen zu können.

Wie ist Ihr Gesamteindruck vom RehaMove?
Auch kleine Verbesserungen in der Beweglichkeit helfen den Alltag besser zu bewältigen. Die einfache Handhabung finde ich klasse, so kann ich schnell mal eine Übungseinheit einschieben und selbst einen Beitrag zur Verbesserung des Allgemeinzustandes leisten. Gerade für Querschnitte und andere Lähmungen ist es wichtig, zur Vorbeugung von Folgeerkrankungen wie Dekubitus, Nierenerkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen oder starker Gewichtszunahme durch Bewegungstraining entgegen zu wirken. Den Entwicklern von RehaMove wünsche ich weitere gute Einfälle für solche Hilfsmittel, die Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit in die Lage versetzen, sich sportlich zu betätigen.

Hans-Jörg R. - komplette Querschnittlähmung, Paraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf:
Mein Name ist Hans-Jörg R. und ich bin am 11.03.1976 geboren. Durch einen Arbeitsunfall der sich am 16.10.2010 ereignete, stürzte ich von ca. sieben Metern Höhe aus einer Hebebühne und seit dem Tag an bin ich komplett querschnittgelähmt sub Th 8. Ich leide unter einer starken Paraspastik der unteren Extremitäten, Blasen- und Mastdarmentleerungsstörung, Z.n. BWK 8/9 Rotationsfraktur, OSG-Fraktur links.

Wie sind Sie auf RehaMove aufmerksam geworden?
Bei meinem Aufenthalt in einer Klinik in Sachsen-Anhalt wurde ich mit RehaMove therapiert. Dabei wurden die Spastik reduziert und der Muskeltonus stabilisiert.

Wie erfolgte Ihr Training mit RehaMove?
Die Erprobungsphase mit RehaMove lief vom 10.01.-02.02.2011, 20 Minuten pro Tag. Da ich seit der Erprobungsphase im Klinikum sehr zufrieden war, wurde mir das Gerät von der Firma HASOMED ab dem 05.05.2011 zur weiteren Erprobung zur Verfügung gestellt. Der Muskelaufbau hat sich in der Zeit weiterhin verbessert. Negative Nebenwirkungen bzw. Komplikationen sind seit dem Zeitpunkt nicht aufgetreten. Durch die zwei Mal wöchentliche Anwendung, bin ich seitdem bis zur Schwierigkeitsstufe 5 fortgeschritten. Mein persönliches Ziel, die Spastik zu reduzieren und die Muskeln zu stabilisieren, habe ich erreicht.

Tino A. - inkomplette Querschnittlähmung, Tetraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf:
Meinen Unfall hatte ich beim Schwimmen an einem schönen Sonntagnachmittag. Ich habe Freunde am Strand getroffen. Die wollten unbedingt von der Seebrücke springen. Kaum ausgesprochen standen wir auf der Brücke und natürlich sprang ich als Erster. Es war der größte Fehler in meinem Leben. Ich sprang mit einem Kopfsprung ins Wasser und habe mir dabei 4 Halswirbel gebrochen. Die ersten zwei Halswirbel waren angerissen, der Sechste war komplett zertrümmert und wurde erneuert, indem die Ärzte aus meinem Beckenknochen ein Knochenstück entnommen haben. Der Siebente war gebrochen. Ich bin jetzt inkomplett gelähmt. Das heißt, Gefühl habe ich stellenweise in den Beinen, bewegen kann ich meine Beine aber nicht. Ich hatte 2006 meinen Unfall und zum Anfang hatte ich echt meine Bedenken, wie es jetzt weiter gehen soll. Mein Sport hat mir dabei geholfen. Ich spiele Rollstuhl-Rugby in der Regional- und in der 2. Bundesliga. Rollstuhl-Basketball spiele ich in der Oberliga. Der Sport ist für mich sehr wichtig. So bleibe ich fit und lerne dadurch viele Leute z. B. bei den Turnieren kennen.

Welche Erfolge haben Sie mit RehaMove erzielt?
Seitdem ich mit dem RehaMove trainiere, ist die Spastik um einiges zurückgegangen. Zusätzlich bin ich drei Mal in der Woche zur Physiotherapie. Dort wird meine Spastik in den Beinen behandelt sowie meine Sehnen und Bänder gedehnt. Aber ich fühle mich irgendwie besser, wenn ich längere Zeit mit dem RehaMove trainiere. Ich habe das RehaMove seit ca. einem halben Jahr und versuche, drei bis vier
Mal in der Woche 40 min zu trainieren. Dabei bewegen sich meine Beine theoretisch durch die kleinen Stromstöße, die vom RehaMove gesteuert werden, von allein. Mit der Stimulation kann ich teilweise im ersten und zweiten Gang selbst treten. Das Anbringen der Elektroden nimmt für mich viel Zeit in  Anspruch, dadurch komme ich leider nicht öfter zum Trainieren. Es wäre schön, wenn es so etwas wie eine Hose mit Elektroden geben würde. Die könnte man sich nach Lust und Laune anziehen und dann ganz einfach trainieren.

Wie ist Ihr Gesamteindruck vom RehaMove im Rahmen Ihrer Therapie?
Ich finde das RehaMove schon optimal für das Training mit FES. Man bekommt die Beine recht schnell mit dem Klettverschluss fixiert und kann loslegen. Es ist recht einfach zu bedienen, wenn man es vorher vernünftig erklärt bekommen hat. Man muss allerdings auch den richtigen Platz zum Trainieren finden. Wer starrt schon gern eine Stunde oder länger auf eine kahle Wand?

Thomas E. - Inkomplette Querschnittlähmung, Tetraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf
Mit 17 Jahren habe ich mir den 5. und 6. Halswirbel gebrochen durch einen Sprung ins Wasser. Als Folge habe ich eine inkomplette Lähmung von der Brust abwärts. Bei mir sind alle unteren Extremitäten betroffen. Ich habe Teilausfälle der Arme und eine komplette Lähmung der Hände. Vor der Querschnittlähmung war ich ein mobiler Mensch. Auch nach dem Unfall, ungefähr bis zu meinem 41. Lebensjahr, hatte ich keine größeren Beschwerden neben der Lähmung. Hin und wieder mal ein paar Spastikprobleme, aber ich konnte gut leben und war komplett selbstständig. Mit meinem Auto bin ich zur Arbeit (Vollzeit) gefahren und habe alleine gewohnt. Ich konnte alles machen, bis ich eines Tages einen sozialen Rückschlag hatte. Daraufhin musste ich mich neu orientieren. Anfangs war alles zu viel für mich. Da bin ich an meine Grenzen gekommen. Eines Tages kam dann plötzlich ein Spastikeinschuss, der noch heute seine Spurenhinterlassen hat. Starke Beuge- und Streckspastiken in beiden Beinen belasteten mich sehr. Der Neurologe hatte mein rechtes Bein mit dem Grad 5 eingestuft. Gleichzeitig hatte ich im Torso Spastiken, sodass sich mein Bauch nach innen zog. Ich konnte nichts mehr für mich behalten. Aufgrund der Bauchspastiken konnte ich meine Blase nicht mehr selbstständig entleeren, ich schwitzte alles nur noch aus. Aufgrund des hohen Muskeltonus auf der rechten Seite entwickelte sich eine starke Skoliose. Dafür habe ich zahlreiche Medikamente erhalten, deren Nebenwirkungen mich jedoch physisch und psychisch fast noch mehr beeinträchtigt haben. Es war eine richtig harte Zeit für mich. Aufgrund meines schlechten Zustandes bekam ich 5 Monate Reha. Das Ergebnis der Reha war, dass ich von 80 mg auf 45 mg Baclofen und 450 mg Tolperison herunter gesetzt wurde. Ich entschied mich dann andere Wege zu suchen und verließ Deutschland für einige Monate, um Abstand zu bekommen und mir andere Meinungen einzuholen.Ich besprach mein Krankheitsbild mit verschiedenen Ärzten und Therapeuten. Zusätzlich informierte ich mich im Internet über verschiedene Meinungen und Erfahrungen. Mein Krankheitsbild ist wirklich sehr Komplex und die richtige Therapie mit dem richtigen Ablauf zu finden, eine echte Herausforderung! Wir haben sehr gute Ärzte in Deutschland, denen ich sehr dankbar bin und diese sind bei mir auch für immer im Gedächtnis. Nach 6 Monaten hatte ich meine Richtung gefunden. Mein Körper benötigte eine Botoxtherapie in Kombination mit einem Stehrollstuhl, Wasserbewegungsbad und Krankengymnastik. Meine höchste Dosierung waren 80 mg Baclofen. Nach 1,5 Jahren benötige ich 0 mg Baclofen. Ich habe mich jetzt soweit physisch und psychisch stabilisiert, sodass ich wieder in Teilzeit arbeiten kann.

Wie sind Sie auf RehaMove aufmerksam geworden?
Eine Bekannte von mir ist Pflegerin und hat den Bewegungstrainer bei einem Patienten gesehen. Die Elektrotherapie habe ich während meiner Reha kennengelernt und ausprobiert. Beim Probetraining mit dem RehaMove habe ich festgestellt, dass sich meine Muskeln entspannen und meine Durchblutung gefördert wird. Die Spastiken haben dadurch merklich nachgelassen. Begeistert bin ich von der Abstimmung am RehaMove zwischen dem Bewegungstrainer und der Elektrostimulation. Diese Funktionalität ist schon beeindruckend.

Wie erfolgte das Training mit RehaMove?
Das Training habe ich in einer Klinik in Bayern ausprobiert. Die Therapie hat mir gezeigt, dass sich der Muskeltonus regulieren lässt. Die Beine werden vom Gewicht leichter und lassen sich besser handhaben und besser lagern. Gleichzeitig kann ich meine stark atrophierte Muskulatur gezielt kräftigen. Ebenso lässt sich eine bessere Durchblutung feststellen. Schon nach kurzer Zeit am Bewegungstrainer erschien mir die Haut an meinen Unterschenkeln nicht mehr so dunkel. Seit 2,5 Jahren trainiere ich mit RehaMove. Ich versuche drei Mal in der Woche, für eine Stunde, das Training durchzuführen.

Welche persönlichen Ziele haben Sie sich gesetzt?
Zunächst einmal sollen die Muskeln wieder aufgebaut werden. Eine bessere Durchblutung ist mir wichtig. Im Vordergrund steht natürlich das Vorbeugen weiterer möglicher Krankheiten, die mit meiner Querschnittlähmung einhergehen, Dekubitus zum Beispiel. Mein Ziel ist, dass generell keine Verschlechterung mehr eintrifft.

Wie beurteilen Sie Ihre Erfolgserlebnisse mit RehaMove?
Das RehaMove macht, was es machen soll. Es ist eine sinnvolle und zeitgerechte Sache. Die Ärzte sagen immer, ein Querschnittpatient kann heutzutage genauso lange leben, wie jeder andere auch. Die Frage ist nur wie? Ich kann überwiegend selbstbestimmt leben, kann aber genauso gut mein restliches Leben liegend im Bett verbringen. Für mich wäre das jedoch kein Zustand. Ich möchte gerne so leben, dass ich noch ein wenig lächeln kann und mich nicht rumquälen.

Gab es Komplikationen mit RehaMove?
Probleme gibt es mit dem Rollstuhl, da ich einen Elektrorollstuhl habe. Das können wir aber noch klären. Ansonsten passt das, das ist eine richtig gute Einheit. Ich habe die Bewegung, die ich brauche, ebenso die Ströme, die ich benötige. Denn der Körper schreit nach Mobilität. Der Körper ist nicht dafür da, um nur still im Rollstuhl zu sitzen. Auch nicht der Körper eines Tetraplegikers.

Wie ist Ihr Gesamteindruck vom RehaMove?
Die Funktionalität ist einfach, es ist für mich als Tetraplegiker bedienbar. Am Anfang ging es noch nicht alleine, aber jetzt schon. Beim Einstieg brauche ich noch Hilfe, um in die Fußschalen zu kommen. Mein langfristiges Ziel ist es, dies zu erreichen. Beim Anlegen der Klebeelektroden benötige ich Hilfe. Das Kleben der Elektroden geht recht schnell, mit der entsprechenden Hose ist das kein Problem. Der Zeitaufwand ist immer entscheidend, wenn man Hilfe benötigt.

Wem und für welche Zwecke würden Sie RehaMove weiterempfehlen?
Ich persönlich kann natürlich nur für den Querschnitt sprechen, Bewegungstraining hilft. Ich kann mir das genauso gut für den Schlaganfall vorstellen. Das Wichtigste ist, so früh wie möglich mit der Therapie zu beginnen. Die Präventionsvorsorge ist das A und O.

Alf D. - inkomplette Querschnittlähmung, Tetraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf
Mein Wirbel C4 wurde komplett zertrümmert. Mit einer Metallplatte wurden die Wirbel C4-C6 gestützt. Ich kann meine Beine und Arme nicht bewegen. Mit den Händen kann ich nicht zugreifen oder mit den Fingern zeigen. Ich habe aber großes Glück, das ich meinen Oberkörper wieder leicht bewegen kann. Früher habe ich Leistungssport gemacht und wahrscheinlich hat mein Körper dadurch gewusst, welche Muskeln mal aktiv waren. Ich habe eine leichte Sensibilität in den Armen und Beinen. Schmerzen, wie Verbrennungen spüre ich jedoch nicht. Ansonsten geht es mir soweit gut. Nach meiner Prognose hätte ich nie wieder sprechen, atmen und mich bewegen können. Ich mache jeden Tag etwas für meine Arme und Beine, um den Körper zu trainieren. Die Muskeln sollen merken, dass sie da sind.

Was haben Sie für Therapien bekommen?
Nach meinem Unfall habe ich in der Klinik Krankengymnastik und Vojta erhalten. Mittlerweile ist mein Unfall 2,5 Jahre her und ich bekomme heute zwei Mal in der Woche Physio- und Ergotherapie für insgesamt 3 Stunden. Zu Hause trainiere ich mit meinem Seilzug, dem RehaMove für Arme und Beine und mache Übungen auf der Therapiematte. Im Sommer versuche ich, so oft wie möglich mit meinem Handbike durch die Wälder zu fahren.

Wie sind Sie auf RehaMove aufmerksam geworden?

In einem Querschnittzentrum in Sachsen-Anhalt habe ich im April 2011 mit dem RehaMove trainieren können. Mein Physiotherapeut hat zu dieser Zeit eine Studie durchgeführt und mich angesprochen, da ich mich dafür eignete. Ich war glücklich, dass meine Muskeln auf Strom reagierten. Um den Therapieerfolg nachzuvollziehen, wurden Messungen an der Oberschenkelmuskulatur vorgenommen. Diese Messungen haben gezeigt, wie sich nach kurzer Zeit meine Muskulatur aufgebaut hat. Das Training habe ich in der Klinik zwei Mal in der Woche, jeweils 30 Minuten für insgesamt fünf Monate durchgeführt. Nach erfolgreicher Testung in der Klinik hat mir mein Physiotherapeut ein Rezept für das Training mit RehaMove für zu Hause ausgestellt. Am meisten trainiere ich am Wochenende für jeweils 30 Minuten mit RehaMove. In der Woche bin ich arbeiten und bekomme Physio- und Ergotherapie.

Welche persönlichen Ziele haben Sie sich mit RehaMove gesetzt?
Mein Physiotherapeut hat mir gesagt: „Wenn du damit trainierst, kannst du im Sommer kurze Hosen anziehen und du hast kraftvolle Beine!“ Ich hatte den Vorteil, dass ich mit dem Bewegungstraining schon in der Klinik beginnen konnte. Dadurch haben sich meine Muskeln nicht so sehr zurückgebildet und sie konnten sich schnell an das Training gewöhnen. Viele Rollstuhlfahrer, die in meiner Höhe gelähmt sind, sagen, dass sich meine Beinmuskeln nicht stark zurückgebildet haben. Wenn ich meine Muskeln trainiere, wird meine Durchblutung vor allem in den Beinen gefördert. Ich merke, dass die Spastiken mit dem Training weniger werden. Für mich ist es in erster Linie, um meinen Körper fit zu halten. Man kann viel für den Oberkörper trainieren. Für die Beine ist es schwierig, da ich sie alleine nicht bewegen kann. Der Vorteil der Elektrostimulation ist, dass es zu keinem schnellen Muskelabbau kommt. Gut finde ich am RehaMove auch, dass ich nach dem Training sehe, wie meine Leistung war.

Wie ist Ihr Gesamteindruck von RehaMove im Rahmen Ihrer Therapie?
Mein Gesamteindruck ist sehr zufriedenstellend. Für mich ist es gut, dass ich ein Trainingsgerät für meine Beine zu Hause habe. Das RehaMove gibt mir die Möglichkeit effektiv Muskeln aufzubauen. Durch das passive Durchbewegen am MOTOmed baue ich keine Kraft auf. In meinem Zustand ist es das Effektivste, aber auch für diejenigen, die sehr hoch gelähmt sind. Es ist ideal, um den Körper zu fördern und mobil zu bleiben. Wenn die Muskeln stimuliert werden, wird der gesamte Körper aktiviert. Das ist viel effektiver.

Dunja N. - inkomplette Querschnittlähmung, Tetraplegie

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf:
Ich zähle mich zu den Musikern, auch wenn ich heute nicht mehr in meinem Beruf arbeiten kann. Nach dem Studium der Instrumente Querflöte, Klavier und der allgemeinen Musikerziehung, bin ich mit meiner kleinen Familie sehr weit umgezogen. Voll in einer Musikschule beschäftigt, sattelte ich dann um und wollte wegen meiner Tochter auch vormittags beschäftigt sein. Deswegen arbeitete ich dann zweigleisig im Schuldienst und in der Musikschule. Ich stand also, mit anderen Worten, voll in der Gesellschaft. Ich hatte es nie leicht, doch ich hatte auch viel Glück, volle Kontrolle über meinen Körper und konnte fast alles. Dann kam alles plötzlich ganz anders. Ich konnte nicht mehr richtig laufen, schob es jedoch auf eine Fußverletzung nach einem Sturz von einer Bühne (beruflich). Dann wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich den Stift mit der anderen Seite nahm. Man sagte mir sogar, ohne dass ich es jemals bemerkt hätte, dass ich verkrüppelte Finger hätte. Ich spielte Klavier plötzlich nur noch mit der linken Hand, schrieb auch an die Tafel mit links. Danach verlor ich nach und nach meine Arbeit, obschon meine Familie finanziell auf mich angewiesen war. Ich fühlte mich von allen verlassen, zog mit letzten Kräften wieder in Heimatnähe, bekam sogar einen neuen Job. Ich dachte, ich wäre zu viel Auto gefahren, müsse mehr trainieren. Dann ließ ich mich wieder untersuchen, nachdem mir in Schwaben gesagt wurde, ich wäre völlig gesund. Plötzlich war alles klar, nur die Diagnose und die Ursache nicht. Ich hatte eine Läsion im Halsmark: zervikale Myelitis als Verdachtsdiagnose, wahrscheinlich eine Transverse Myelitis TM, eine inkomplette Querschnittlähmung C2. Alle Ursachen wurden fast ausgeschlossen, es war nichts gebrochen oder noch nachweisbar, die Symptome verschlechterten sich zwar, doch ich hatte nie Entzündungen (MS). Medikamente halfen mir nicht (z. B. Kortisone), andere nahm ich zum Glück nie (z. B. Baclofen). Heute lebe ich in meiner Heimat, bin Tetraplegiker im Rollstuhl. Ich kann weder Flöte noch Klavier spielen, nicht schreiben und kaum noch tippen. Doch am Computer komponieren kann ich und meine Tochter spielt für mich Flöte und Klavier, außerdem Gitarre und Geige. Mein Mann und meine Tochter helfen mir ganz enorm, ansonsten müsste ich jetzt mit Pflegekräften leben.

Wie sind Sie auf RehaMove aufmerksam geworden?
Bei einer Rehabilitationsmaßnahme wurde mir ein Bewegungstrainer für Arme und Beine verschrieben. Die Krankenkasse versorgte mich zwar mit einem Bewegungstrainer, doch leider mit einem älteren Gerät, sodass das Training nur passiv erfolgen konnte. Ich selbst ergänzte ständig Stehtraining und krankengymnastische Übungen. Doch dennoch wurden meine Leistungen kontinuierlich schlechter. Dann habe ich das RehaMove auf der RehaCare während eines Vortrages kennengelernt und war sofort daran interessiert.

Wie erfolgt das Training mit RehaMove?
Die Mitarbeiter von HASOMED versorgten mich glücklicherweise mit dem RehaMove. Seit Herbst 2011 trainiere ich nun ständig mindestens 1 Stunde etwa 6 Mal in der Woche mit diesem Gerät. Dieser trainiert allerdings nur die Beine, während die aktive Bewegung der Arme enorm fehlt.

Wie beurteilen Sie den Therapieverlauf?

Ich erwarte nicht, dass ich wieder musizieren kann, ich erwarte auch nicht, dass ich so laufen kann wie früher. Doch völlig ausgeschlossen ist selbst das nicht. Ich muss meinem Körper Zeit lassen. So beobachte ich die kleinen Fortschritte, welche für mich und meine Familie schon ganzwesentlich sind. Kalte und angeschwollene Füße gibt es selbst im Winter kaum noch. Die Bewegung im Bett ist sehr viel besser geworden. Früher musste ich mich wenden lassen oder wartete oft stundenlang bewusst (ohne Schlaf) darauf, Reflexe der Beine auszulösen. Heute geht dies schon viel schneller, vielleicht sogar bewusst. Ich beobachte, dass reflexartige Bewegungen auftreten, welche früher unmöglich waren (Fußheber). Sogar bewusste Bewegung im kleinsten Rahmen und äußerste Anstrengung sind möglich geworden. Leider betrifft dies nur die Beine, welche natürlich durch die Muskulatur ganz anders aussieht. Ich möchte auch meine Arme stärken, wieder zugreifen, strecken und die Hände lösen können. Hoffentlich ermöglicht mir dies die Krankenkasse, denn ich möchte gesunder und selbstständiger werden. Dies wünschen sich bestimmt viele an den Gliedmaßen Gehandicapte. Bestimmt könnte jeder von jenen von dem Gerät profitieren, wir würden einen „Schritt“ in die Zukunft wagen.

Dirk W. - inkomplette Querschnittlähmung, Tetraplegie

Krankheitsursache
Bei Reparaturarbeiten im Kuhstall ist ein Rundholzbalken auf mich gefallen. Ich war nicht darauf gefasst und konnte nicht mehr von meinem Stallschlepper abspringen. Bewusstlos fiel ich ca. einen Meter  rückwärts auf den Betonboden. Es waren keine äußerlichen Verletzungen oder Prellungen zu sehen. Der 7. Halswirbel war komplett zerborsten. Es erfolgte eine operative Stabilisierung. Ich habe großes Glück, das ich meine Hände und Arme bewegen kann, normalerweise wäre das auch nicht möglich.

Krankheitsverlauf

Mein Unfall ist 1,5 Jahre her und momentan toben die Nerven in mir. Schmerzen im Lendenwirbelbereich, Brennen und Schmerzen der Beine und viele Beugespastiken belasten mich sehr. Zahlreiche chemische aber auch homöopathische Medikamente nehme ich dagegen. Das RehaMove hilft mir zu entspannen und die Schmerzen zu verringern.

Wie sind Sie auf das RehaMove aufmerksam geworden?

In einer BG Klinik in Hessen habe ich das RehaMove im Februar 2012 kennengelernt und für 1 bis 2 Mal in der Woche damit trainiert. Positive Veränderungen konnte ich in den Beinen mit einer besseren Durchblutung feststellen. Mein Stoffwechsel wurde durch die Elektrostimulation angeregt und der Muskelabbau wurde verhindert. Daraufhin habe ich mir das RehaMove verordnen lassen. Die Therapie ist ein wenig zeitaufwendig, gerade das Anbringen der Elektroden. Das Training beginne ich mit 1 Minute Warm-up und starte dann die Stimulation in den Oberschenkeln. Ich verwende 2 Programme im Wechsel jeden Tag, einmal 40 Minuten am nächsten Tag 15 Minuten.

Welche Therapien haben Sie bisher kennengelernt?
Ich habe schon einige Erfahrungen mit Therapien gesammelt, aber ich kann immer noch dazu lernen. Meine Physiotherapie und das Rehazentrum befinden sich in Wohnortnähe. Ich fühle mich immer noch unsicher mit meinem Rollstuhl und müsste an einem Rollikurs teilnehmen. Seit Januar 2013 habe ich meine Physiotherapie gewechselt, da ich nicht mehr zufrieden war. Beim Rehasport bin ich 3 Mal in der Woche und trainiere am Barren Stehübungen und stärke meine Muskulatur. Nach jeder Behandlung geht es mir besser und ich merke gute Fortschritte. Für zu Hause habe ich mir ein Heimtraining zusammengestellt, sodass ich jeden Tag trainieren kann. Morgens fahre ich am MOTOmed ohne Strom für eine halbe Stunde, um die Muskeln passiv durchzubewegen. Jeden Abend trainiere ich mit dem RehaMove 15 oder 40 Minuten. Mit meinem Stehrolli übe ich ebenfalls und lese während der Übungen.

Brita R. - Polyneuropathie

Krankheitsverlauf
Im Dezember 2009 stellte sich bei mir im Alter von 40 Jahren in den Fingern ein eigenartiges Kribbeln ein. Als die Ärzte mir daraufhin eine Polyneuropathie diagnostizierten, dachte ich mir anfangs nichts Großes dabei. Wird schon wieder weggehen. Dem war nur leider nicht so. Aus dem Kribbeln entwickelte sich allmählich ein Taubheitsgefühl, was neben den Händen allmählich auch weitere Körperteile betraf. Einfachste Arbeiten und Bewegungen vielen mir immer schwerer, weil ich zum Teil gar kein Gefühl mehr hatte. Im Juni 2010 ging dann plötzlich gar nichts mehr. Eines Morgens konnte ich nicht einmal mehr aufstehen. Ich wurde dadurch von jetzt auf gleich regelrecht zum Pflegefall. Dass mir einmal so etwas passiert, hätte ich nicht zu träumen gewagt, obwohl ich als Altenpflegerin tagtäglich mit ähnlich betroffenen Menschen arbeite. Innerhalb kurzer Zeit wurde ich in zwei Kliniken intensiv untersucht und auf meine Symptome hin behandelt. Glücklicherweise bekam ich dann auch recht schnell die Rehabilitation bewilligt und konnte bereits nach wenigen Tagen mit den ersten Therapien beginnen. An selbstständige Bewegung war jedoch noch lange nicht zu denken. Nur langsam verbesserte sich mein Zustand, vor allem meine rechte Seite „hinkte“ in der Genesung hinterher. Natürlich wurde ich mit der Zeit auch etwas ungeduldig, schließlich war ich schon fast ein Vierteljahr in stationärer Behandlung. Das standardmäßige Gang- und Bewegungstraining half mir zwar, wieder einigermaßen zu Kräften zu kommen, die Kraft- und Koordinationsdefizite zwischen meinen Körperhälften blieben aber nahezu unverändert.

Wie sind Sie auf RehaMove aufmerksam geworden?
Vor fast genau 11 Wochen schlug mir meine Therapeutin das Training mit dem RehaMove vor, dem ich mit großer Skepsis begegnete. Die Strombehandlung der 4-Zellen-Bäder hatte ich wegen des unangenehmen Gefühls in keiner guten Erinnerung. Beim ersten Kontakt mit RehaMove erwies sich diese Skepsis jedoch als unbegründet. Sicher auch wegen der starken Auswirkungen der Polyneuropathie in meinen Beinen, empfand ich die Stromimpulse nicht als unangenehm.

Wie beurteilen Sie den Therapieverlauf mit RehaMove?
Toll finde ich die Möglichkeit, meinen Krafteinsatz mit links und rechts selbst kontrollieren zu können. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich ein bisschen näher an die Verteilung von jeweils 50% herangerückt bin. Außerdem habe ich mit RehaMove die Möglichkeit, meine Arme und Beine mit einem Gerät trainieren zu können. Gerade, als ich mich an das RehaMove gewöhnt habe, hätte ich mir jedoch etwas mehr Bewegungsfreiheit für meine Arme und Beine gewünscht. Durch die Schienen zur Bewegungssicherung fühlte ich mich manchmal etwas eingeschränkt und konnte mich nicht ganz so bewegen, wie ich wollte. Auf jeden Fall hab ich immer Spaß dabei, vor allem, weil ich mich mit meiner Therapeutin gut verstehe und wir während des Trainings auch mal scherzen können. Das motiviert mich dann auch, wenn ich die gewünschten Widerstände nicht ganz ohne Unterstützung treten kann.

Wie ist Ihr Gesamteindruck vom RehaMove?
Als klaren Vorteil gegenüber anderen Therapiemethoden, die ich kennengelernt habe, sehe ich die Möglichkeit der Symmetriekontrolle. So kann ich meine Kraft ganz genau in dem Bereich einsetzen, wo ich noch Defizite habe. Meine Therapeutin habe ich auch schon gefragt, ob ich das RehaMove nach der Reha mit nach Hause nehmen kann. Leider liegt das nicht ausschließlich in Ihrer Hand. Aber schön wäre es...

Renate L. - Guillain-Barré-Syndrom

Krankheitsursache und Krankheitsverlauf:
Ich bin 2011 mit 70 Jahren am Guillain-Barré-Syndrom erkrankt. Betroffene Patienten wissen, wie schwierig es ist, diese Erkrankung zu diagnostizieren und durchzustehen. Im Bezug auf den Krankheitsverlauf habe ich sicher etwas Glück gehabt. Insgesamt haben die behandelnden Ärzte 4 Wochen mit verschiedensten Untersuchungen gebraucht, um meine Krankheit zu diagnostizieren. Die Ursachen für das Syndrom sind weitestgehend unbekannt. Ob meine chronische Wirbelsäulenerkrankung oder die zwei Bandscheibenvorfälle Auslöser gewesen sein könnten, kann man nur mutmaßen. Erfahrungsgemäß weiß ich, dass ich diesbezüglich kein Einzelfall bin. Als bis vor einigen Jahren noch tätige Neurologin und Psychotherapeutin war ich mir der möglichen Konsequenzen dieses neurologischen Krankheitsbildes bewusst. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine entzündliche Erkrankung der aus dem Rückenmark hervorgehenden Nervenwurzeln mit Lähmungserscheinungen, die typischerweise an den Beinen beginnen und sich bis hin zur Atemlähmung ausbreiten können. Zum Höhepunkt der Krankheit waren in meinem Fall „nur“ die vorderen Oberschenkel und bedingt die Unterschenkel mit Lähmungen betroffen. Insbesondere die sich rasch entwickelnde Schwäche meiner Oberschenkel machte das Stehen oder gar Laufen komplett unmöglich.

Wie sind Sie auf RehaMove aufmerksam geworden?
Für die Rehabilitation kam ich Anfang September 2011 in eine Klinik nach Sachsen-Anhalt, wo ich lernen musste, mit einem Rollstuhl umzugehen. Schließlich trugen mich meine eigenen Beine nicht mehr. Schnell machte ich Fortschritte in der Therapie und konnte nach wenigen Tagen wieder selbstständig stehen, sodass ich mich einigermaßen selbst versorgen konnte. Bereits in der zweiten Behandlungswoche begann ich mit dem Training mit RehaMove. Wichtig war mir, dass alle Therapiemethoden, die bei mir angewendet wurden, passend ineinandergreifen. Bei RehaMove hatte ich in dieser Hinsicht sofort ein gutes Gefühl. Durch meine zwei Bandscheibenvorfälle hatte ich bereits Defizite im rechten Bein, die sich durch das Barré-Syndrom noch verstärkten.

Wie ist Ihr Gesamteindruck von RehaMove?
Obwohl sich nicht genau einschätzen lässt, wie hoch der genaue Anteil von RehaMove an meiner Genesung wirklich ist, kann ich diese Art der Therapie jedem nur weiterempfehlen. Längere Strecken gehen fällt mir nach inzwischen 2 Monaten Rehabilitation immer noch sehr schwer und ich werde auch nach meiner Entlassung hoffentlich nur vorübergehend auf einen Rollator angewiesen sein. Man ahnt gar nicht, wie die eigene Lebensqualität sinkt, wenn man plötzlich nicht mehr laufen kann...

Heinz R. - schwerer Bandscheibenvorfall

Ich bin 67 Jahre alt und seit mehreren Jahren leide ich unter starken Bandscheibenproblemen. Besonders schlimm war es im Sommer 2009, als sich in der Lendenwirbelsäule ein Nerv eingeklemmt hatte. Die Ärzte sagten mir damals, ich müsse damit leben, schließlich handle es sich um altersbedingte Verschleißerscheinungen. Anfangs dachte ich noch, die Schmerzen gehen wieder vorbei. Die Ernüchterung kam dann jedoch mit einem Mal, als ich infolge eines schweren Bandscheibenvorfalls im Garten zusammengebrochen bin. Die Folge war, dass ich bereits in der Nacht einer Notoperation unterzogen wurde, um den eingeklemmten Nerv zu lösen. Das Schlimmste war für mich, dass mir vorab niemand sagen konnte, ob ich danach je wieder laufen könnte. Glücklicherweise wurde der Nerv nicht beschädigt und ich war guter Hoffnung, bald wieder auf die Beine zu kommen. Die Ernüchterung kam, als die Ärzte mir mitteilten, dass nicht absehbar sei, wann ich überhaupt wieder auf den eigenen Füßen stehen könnte. Ich ließ mich von dieser Nachricht nicht entmutigen und begann noch am selben Tag mit Kräftigungsübungen für die Arme im Bett. Als das ganz gut ging, habe ich gemerkt, dass ich etwas für mich erreichen kann, wenn ich nur will. Zeitweise mussten mich die Therapeuten und Schwestern im Krankenhaus in meinem Elan sogar bremsen. Eine Woche nach der Operation begann ich meine Rehabilitation in einer Klinik in Sachsen-Anhalt. Gern möchte ich mich noch einmal für den Einsatz meines Arztes bedanken, ohne den die Reha nicht möglich gewesen wäre. Die Krankenkasse erteilte zunächst keine Genehmigung. Das Therapieprogramm der Rehabilitation war von Anfang an sehr intensiv und anstrengend, am Zustand meiner Beine änderte sich jedoch vorerst nichts. Zu Beginn hatte ich außerdem unheimlich starke Schmerzen in den Beinen. Laut meinem Arzt lag das am Regenerationsprozess der Nerven. Nach etwas mehr als einer Woche wurde meine Therapie um das Training mit dem RehaMove erweitert. Als ehemaliger Elektroingenieur war ich jedoch etwas skeptisch bezüglich der Wirkung der Stromimpulse, wollte es aber auf jeden Fall probieren.

Wie beurteilen Sie den Therapieverlauf mit RehaMove?

Überzeugt hat mich das RehaMove dann eigentlich sofort mit dem Moment, als sich plötzlich meine Beine selbstständig bewegten. Die gleichen Beine, die mir seit mehreren Wochen vollständig den Dienst verweigerten! Von Beginn an trainierte ich zweimal pro Woche, anfangs auch verstärkt mit der Motorunterstützung des Bewegungstrainers. Mit der Zeit merkte ich jedoch eine Verbesserung nach jedem Training. Inzwischen kann ich schon Stufe 4 völlig selbstständig treten, für 20 Minuten! Seit zwei Wochen kann ich gleichzeitig zum RehaMove erste Gehversuche im Lokomotions-Trainer machen. Wenn alles so weiter läuft, komme ich Anfang nächsten Jahres nach Hause zu meiner Familie und kann endlich wieder meinen Enkel auf den Arm nehmen. Im Stehen selbstverständlich.

Wie ist Ihr Gesamteindruck vom RehaMove?
Das Training mit RehaMove hat meinem Erachten nach einen erheblichen Anteil an meiner Genesung. Wie viel genau, kann ich nicht sagen. Das anfänglich unangenehme Kribbeln der Stromimpulse war dank der schnellen Erfolge schnell vergessen, auch wenn ich zeitweise noch sehr starke Nervenschmerzen in den Beinen verspürte. Wenn ich die Möglichkeit dazu bekomme, möchte ich RehaMove auch zu Hause weiter verwenden. Einen treuen Wegbegleiter lässt man schließlich nicht so einfach wieder gehen...